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Bodengeologie - Datenbank

Speicherung repräsentativer bodenkundlicher Aufnahmen und analytischer Ergebnisse

In der Bodendatenbank als Teil des Fachinformationssystems Bodengeologie des LBGR werden sämtliche bodengeologischen Aufschlüsse mit ihren Profil- und Horizontdaten vorgehalten. Es besteht eine direkte Verknüpfung zwischen den Horizontdaten und den dazugehörigen Analysenergebnissen, die in der Labordatenbank abgespeichert werden.

Verfügbare Altdaten, wie z. B. PRODAT, Grablochbeschreibungen der Bodenschätzung (Feldschätzungsdaten, Suche von Originalbodenschätzungskarten), Meliorative Standortuntersuchungen, Spezialkartierungen zu den Mooren und die Standortkundliche Ergänzung der Bodenschätzung sind ebenfalls in Bodendatenbanken gespeichert. Damit ist ein schneller Zugriff auf alle dem LBGR verfügbaren Bodenaufschlussdaten gewährleistet.

Neue Profil- und Horizontdaten werden nach bundeseinheitlichen Vorgaben der Bodenkundlichen Kartieranleitung (KA 5) erfasst. Das LBGR stellt für Profilaufnahmen und Sondierungen ACCESS-basierte Erfassungsmasken bereit. Erläuterungen und Download finden Sie hier.

(Abbildungen zum Vergrößern jeweils anklicken)

 Normale Profilaufnahme (zweiseitig) Seite 1

Normale Profilaufnahme (zweiseitig) Seite 2

Bodengeologie-Datenbank_image008

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Abbildungen (zum Vergrößern jeweils anklicken):
Beispiel einer Erfassungsmaske zur Profileingabe (zweiseitig) / (einseitig) / Sondierung

 

  • Aufbau von Datenbanken mit bodengeologische Flächenbeschreibungen (Flächendatenbank und Flächenbodenformenarchiv)

Die Flächen der verschiedenen Kartenwerke werden nach einem einheitlichen System beschrieben. Das Boden- und Substratinventar jeder Kartiereinheit wird einer bestimmten Generallegendeneinheit zugeordnet. Diese Einheit wird durch 5 durch Punkt getrennte Zahlen codiert. Die erste Zahl verschlüsselt den Geneseflächentyp der beteiligten Substrate (GFT), die zweite Zahl den Bodenartenflächentyp (BFT), die dritte Zahl den Pedogeneseflächentyp (PFT - Spanne der dominierenden Pedogenesen), die vierte Zahl ist ein ergänzendes Flächenmerkmal zum Substrat und die fünfte Zahl zur Pedogenese (s. Schlüsselliste). Diese Generallegendennummer ist zusammen mit der Kartiereinheit Bestandteil der Flächendatenbank.

Codierungsbeispiel:

50.1012.20320.11.06

(vorherrschend glazigene und/oder glazifluviatile Substratgenese, dominant Lehmsand über Reinsand und subdominant Lehmsand über Lehm, dominant Braunerden und subdominant Fahlerden, dominant ein Kiesgehalt von 2-<25 Vol.-%, systematisch untergeordnet Podsolierung)

Abbildung:
Aufbau der Generallegendennummer

 

In einem weiteren Schritt werden die Generallegendeneinheiten zu Blattlegendeneinheiten zusammengefasst. Dabei werden Kriterien wie Ähnlichkeit und Vergesellschaftung der Böden berücksichtigt. Der Zusammenfassungsgrad richtet sich nach den Möglichkeiten der Gestaltung des Blattrandes (maximal mögliche Anzahl von Blattlegendeneinheiten mit ihrer Beschreibung auf zu druckender Karte).

Auf der Basis der verwendeten Flächenbodenformen bei der Kennzeichnung der Blatt- und später auch der Generallegendeneinheiten wird ein Flächenbodenformenarchiv erstellt (Beispiel einer parametrisierten Flächenbodenform). Dabei werden von den enthaltenen Flächenbodenformen die Wesentlichen ausgewählt und mit Horizont- und Substratabfolgen sowie wesentlichen Parametern belegt (Typusprofile). Diese Belegung erfolgt unter Verwendung von Altunterlagen und neuen Geländebefunden (Aufschlussdaten). Erst dadurch wird die Anwendung bundesweit abgestimmter Auswertemethoden ermöglicht.

Die Inventare von Kartier- und Legendeneinheiten sind das Ergebnis der Auswertung von Altdaten und neuen Erhebungen (Flächen- und Punktdaten). Die folgende Abbildung illustriert die Kennzeichnung von Blattlegendeneinheiten mit Flächenbodenformen und deutet die Horizontabfolgen an, die ebenfalls gekennzeichnet bzw. parametrisiert werden.

Kennzeichnung_Flaechenbodenformen

Abbildung:
Verwendung von Flächenbodenformen in Blattlegendeneinheiten

 

Aufbau einer Probenbank zur Dokumentation des stofflichen Ist-Zustandes von Böden

Von jeder entnommenen Bodenprobe wird eine Teilprobe im Probenarchiv des LBGR eingelagert. Diese Rückstellproben dienen der Beweissicherung und als Reserve für Wiederholungsuntersuchungen oder zur Ergänzung des Analysespektrums, z. B. mit neu entwickelten oder nicht standardmäßig angewandten Methoden.