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Geschichte

 

Die Ursprünge des heutigen Geo-Archivs des LBGR gehen bis in das Jahr 1875 zurück. Bereits bei Gründung der Königlich-Preußischen Geologischen Landesanstalt und Bergakademie zu Berlin (PGLA) wurde im Statut vom 6.4.1875 festgelegt, "eine Sammlung der im Lande gefundenen Gegenstände von geologischem Interesse und der darauf bezüglichen Nachrichten" einzurichten.

Dieser Forderung Rechnung tragend, begann man mit dem Aufbau der geologischen Sammlungen und eines "Montan- und Bohrarchivs".

Im Verlauf des Zweiten Weltkrieges wurde das Gebäude der PGLA in der Invalidenstraße 44 durch Bombentreffer stark zerstört, so dass 1944 eine Auslagerung der Archivalien in den Kalischacht Heringen (Hessen) erfolgte.

Bedingt durch die Teilung Deutschlands gelangten diese Bestände in die 1958 gegründete Bundesanstalt für Bodenforschung nach Hannover.

Mit Neugründung der Geologischen Landesanstalt (GLA) in der Sowjetischen Besatzungszone begann auch der Neuanfang eines Zentralarchivs im Osten Deutschlands. Die Zuständigkeit erstreckte sich nunmehr auf das unveröffentlichte geowissenschaftliche Archivgut der GLA und deren Nachfolgeinstitutionen.

Neben diesem Zentralarchiv entstanden bei den Außenstellen des Geologischen Dienstes sowie später bei den Bezirksstellen für Geologie der DDR geowissenschaftliche Regionalarchive.

Das Berliner Zentralarchiv, das seit 1959 die Bezeichnung Zentralarchiv des Zentralen Geologischen Fonds (ZGF) trug, war zuständig für die Archivierung des unveröffentlichten geowissenschaftlichen Schriftgutes der im Bereich des Ministeriums für Geologie angesiedelten Institutionen und Erkundungsbetriebe.

Die Zuständigkeit der Archive der Bezirksstellen für Geologie erstreckte sich unmittelbar auf das Territorium des jeweiligen Bezirkes.

In den Jahren 1991-1993 erfolgte eine "Entflechtung" der Bestände des ZGF. Auf Grundlage entsprechender Regelungen wurden ca. 70 % des Gesamtbestandes zuständigkeitshalber an die Geologischen Landesämter der Neuen Bundesländer übergeben. Bei der BGR verblieben nur die in die Kompetenz des Bundes fallenden Archivalien.

Der Bestand des heutigen Geo-Archivs des LBGR setzt sich zusammen aus:

  • Beständen der Bezirksstellen für Geologie
  • Teilbeständen des Zentralen Geologischen Fonds
  • Teilbeständen geologischer Erkundungsbetriebe der DDR
  • Teilbeständen der Staatlichen Vorratskommission der DDR
  • Neueingängen ab 1992

1992 erfolgte die Gründung des Landesamtes für Geowissenschaften und Rohstoffe (LGRB) mit Hauptsitz in Kleinmachnow und der Regionalbüros in Frankfurt (Oder) und Cottbus mit entsprechenden Haupt- und Regionalarchiven. Nach der Fusion des LGRB mit der Bergbehörde zum Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) und der damit verbundenen Schließung der Regionalbüros und des Geologie-Hauptstandortes Kleinmachnow, erfolgte 2011 die Konzentration der Landesgeologie und die Zusammenlegung der Archive in Cottbus.